Alles kann immer passieren, dir, mir; jetzt, hier, jeden Tag. Jede Sekunde.

Den altbekannten Weg entlanglaufen, kaum auf die zerfledderten, weichgetretenen Blätter am Boden geachtet, aber dann eine Bank unter Goldgelb, nein, inmitten von, und kurzerhand mit Stift und Papier auf die Bank gelümmelt. Ein paar Worte nur, die Eindrücke vom frühen Morgen, als das Licht so blassfahl leuchtend auf die Hausdächer fiel, und so schwammkalt war es, aber jetzt frieren die Hände nicht. Sie schreiben.

Jemand läuft vorbei, ich überlege, was man wohl in mir sieht, jetzt, hier. Wohl kaum die Gedanken, oder doch? Wenn ich schreibe. Dann ist das wie Malen, oder Zeichnen, aber das sehen die Leute nicht, sie sehen vielleicht eine Mann, der einen Brief schreibt, oder was sonst. Mich sehen sie nicht.

Ich schreibe also, und dann läuten die Glocken und ich springe auf, verstaue hastig alles, denn die Zeit ist mir davongelaufen. Und ich wickle mir den Schal um den Hals und schaue zurück. Und dann sehe ich sie.

Eine Locke fällt ihr in die Stirn, ihre klaren Augen lachen. Und ich sehe sie an, und sie sieht zurück.